Praktizierter Artenschutz !

BR-Team begleitet Wiesenweihenschützerin

Lisa Vieth aus der KG-Würzburg mit dem BR-Team vor zwei für die Wiesenweihe abgesteckten Restflächen (Foto: Marlis Heyer)
Lisa Vieth aus der KG-Würzburg mit dem BR-Team vor zwei für die Wiesenweihe abgesteckten Restflächen (Foto: Marlis Heyer)

Lisa Vieth zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich praktizierter Artenschutz sein kann. Seit Jahren engagiert sie sich für das LBV-Artenschutzprogramm "Wiesenweihe" im Landkreis Würzburg rund um Gerolzhausen.

 

Die kontinuierliche Zerstörung großer Feuchtgebiete, dem natürlichen Lebensraum der Wiesenweihe, hat zu einem starken Rückgang des Bestands dieser eleganten Greifvögel geführt. Aufgrund der Lebensraumverluste brütet die Wiesenweihe heute fast nur noch in Getreidefeldern. Hier drohen dem Bodenbrüter jedoch andere Gefahren. Da der Erntezeitpunkt für Wintergerste und Winterweizen in der Regel vor dem Ausflugzeitpunkt der Jungvögel liegt, fallen die meisten Bruten dem Mähdrescher zum Opfer. Hier setzt das Engagement der Wiesenweihenschützer:innen an. Sie spüren die Bruten bereits im Vorfeld in der Agrarlandschaft auf und leiten in Absprache mit den Landwirt:innen und den Naturschutzbehören vor Ort Schutzmaßnahmen in die Wege.

 

Hier geht es zum BR-Beitrag in voller Länge

 

Unterwegs mit der LBV-Hochschulgruppe

Zwischen Streuobstwiesen und Weinbergen (Foto: Naemi Rau)
Zwischen Streuobstwiesen und Weinbergen (Foto: Naemi Rau)

Birding interessiert immer mehr junge Menschen. Das konnten die Teilnehmer einer Vogelstimmenwanderung erleben, zu der die Hochschulgruppe des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) an der Universität Würzburg eingeladen hatte. Die Exkursion führte rund um den Blauen Hügel in Gerbrunn. Das abwechslungsreiche und siedlungsnahe Gebiet umfasst unterschiedliche Biotoptypen, wie Streuobstwiesen, Weinberge und Trockenrasen. Auf dem etwa fünf Kilometer langen Rundweg konnten die Teilnehmer viele bekannte Vogelarten wie Bunt- und Grünspecht, Star und Mönchsgrasmücke beobachten. Besonders beeindruckend war der Gesang der Feldlerche, der sich durch rhythmisch wiederholte Triller auszeichnet. Minutenlang trägt der Flugsänger seinen Gesang vor und schraubt sich dabei in Spiralen in den Himmel, bevor er wieder auf den Boden zurückgleitet. Um den ursprünglichen Charaktervogel der Äcker und Wiesen steht es allerdings vielerorts schlecht. Moderne Landwirtschaft mit intensiver Bodenbearbeitung und dem Einsatz von Pestiziden lässt seine Brutreviere und Nahrungsressourcen schwinden. In der Roten Liste Deutschlands wird die Feldlerche daher als "gefährdet" eingestuft. Weitere Höhepunkte der Exkursion waren Neuntöter, Gartenrotschwanz, Klappergrasmücke und Pirol. Der Gesang dieser Langstreckenzieher ist in unseren Breiten ab Ende April zu hören. Der zwitschernde Gesang des Neuntöters ist mit Imitationen anderer Vögel durchsetzt, während der scheue, leuchtend gelbe Pirol mit seinem geflöteten "didlioh" sich zu erkennen gibt. Der farbenprächtige Gartenrotschwanz beeindruckt dagegen durch seinen melodischen Gesang. Der Klappergrasmücke wiederum hat ihr mühlenähnlicher klappernde Gesang den volktümlichen Beinamen "Müllerchen" eingebracht. Die rege Beteiligung und das große Interesse an der rundum gelungenen Veranstaltung bestätigen die Bedeutung derartiger Angebote für die Umweltbildung und das gemeinschaftliche Interesse.

Fotos: Naemi Rau und Dale Auchinlek

Kreisgruppe Würzburg jetzt bei Instagram

Kanadagänse (Foto:Marianne Hohlfeld)
Kanadagänse (Foto:Marianne Hohlfeld)

 

Auf unserem Kanal posten wir regelmäßig aktuelle Termine zu regionalen und landesweiten Aktionen rund um den Naturschutz.

Außerdem stellen wir Ihnen unsere Kreisgruppe vor und geben Einblicke in die Arbeit des LBV vor Ort.

 

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Gelungener "Heupferdchen"-Auftakt rund um die Umweltstation in Würzburg

Erfolgreicher Teilnehmer: Linus Plagens (Foto:Michael Plagens)
Erfolgreicher Teilnehmer: Linus Plagens (Foto:Michael Plagens)
Während Schwimmanfänger mit dem "Seepferdchen" belohnt werden, können junge Naturforscher*innen ihre Kenntniss in biologischer Artenvielfalt beim Erwerb des "Heupferdchens" unter Beweis stellen.
Das Abzeichen wurde von Dr. Jonathan Hense und Maria Weller von der Universität in Bonn entwickelt und in Zusammenarbeit mit der Naturschutzjugend (NAJU) in Bayern umgesetzt. Mit dem Abzeichen soll die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen für die Natur vor der Haustür geweckt und gefördert werden. Im Rahmen des "Heupferdchen"-Kurses findet eine spielerische Annäherung an die großen Themen Artenkenntnis und Biodiversität statt. In der praktischen Anwendung gehören neben dem Erkennen einiger heimischer Tiere, Pflanzen oder Pilze auch typische Arbeitsweise von Wissenschaftler*innen dazu: Fangtechniken zum Sammeln von Insekten oder Spinnen, ein schonender Umgang mit Lebewesen, Benutzung von Bestimmungshilfen, Einsatz von Lupe und Pinzette, Dokumentation der Beobachtung sowie das achtsame Freilassen der Tiere am Fundort.
Zwölf naturbegeisterte Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren aus Würzburg und Umgebung haben sich dieser Aufgabe gestellt. Ausgestattet mit Becherlupen, Pinzetten und jeder Menge Forschergeist ging es auf Entdeckungstour rund um die Umweltstation in Würzburg. Gemeinsam wurden Klein- und Kleinstlebewesen in Wiesen und Hecken untersucht und dokumentiert. Unter fachkundiger Anleitung von Janina Kempf und Marlis Heyer vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. blieb keine Frage der Naturforscher*innen unbeantwortet.
Am Ende durften sich alle Teilnehmenden über ihr Heupferdchen-Abzeichen samt Urkunde freuen - ein rundum gelungener Heupferdchen-Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Vielfältige Angebote für Groß und Klein

Wie in jedem Jahr laden wir Sie herzlich zu unseren zahlreichen Aktionen und Führungen ein:

 

Bei der Aktion " Mach mit uns das Heupferdchen" am 14. März können naturinteressierte Kinder ihr Abzeichen für Artenkenntnis erwerben oder am 26. April einen Nistkasten für Spatz & und Co bauen. Eltern und Großeltern sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen.

 

Von März bis Juni bieten verschiedene Führungen Einblicke in unsere Biotop- und Artenschutzprojekte. Genaue Daten zu den einzelnen Veranstaltungen werden zeitnah auf der Internetseite unserer Kreisgruppe angekündigt.

 

Die Vogelstimmenexkursion am 09. und 10. Mai versprechen unter kundiger Begleitung ein ganz besonderes Klangerlebnis zu werden, dass Sie nicht verpassen sollten.

 

Beim Tagesausflug am 13. Juni zur LBV-Vogelauffangstation Regenstauf können Sie einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich über die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort informieren.

 

Am 02. Juli lädt Sie Gudrun Helm vom Arbeitskreis Gebäudebrüter Würzburg zu einer Mauerseglerführung in das Würzburger Stadtgebiet ein. 

 

Wer sich gerne mit Gleichgesinnten in geselliger Runde über das Vogel-und Naturgeschehen austauschen möchte, sollte sich schon einmal den 26. Mai und den 13. Oktober vormerken. Hier findet unser LBV-Stammtisch im Wirtshaus Postkutscherl statt.

 

Zum Saisonabschluss möchten wir Sie noch zur Streu- und Wildobstbörse am 10. Oktober und zu einer kleinen Wanderung im Irtenberger Forst am 11. Oktober einladen. Den Abschluß des diesjährigen Jahresprogramms bildet  wie immer unsere Jahreshauptversammlung am 22. Oktober in der Umweltstation der Stadt Würzburg. 

 

 

 

LBV Jahresprogramm_2026_aktualisiert.pdf
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Auszeichnung für den Mainwiesenhof in Ochsenfurt

im Bild von links: Anette Yüksel, Claudia Barthelmes, Anastasia Tschernjawski (Foto: Marianne Hohlfeld)
im Bild von links: Anette Yüksel, Claudia Barthelmes, Anastasia Tschernjawski (Foto: Marianne Hohlfeld)

Die Freude bei Anette Yüksel und Anastasia Tschernjawski war groß, als ihnen  Claudia Barthelmes vom Arbeitskreis Gebäudebrüter Würzburg des Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" überreichte. Frau Yüksel und ihre Mitarbeiterin Frau Tschernjawski betreiben seit mehr als fünf Jahren den Mainwiesenhof in Ochsenfurt. Hier fühlen sich nicht nur die liebevoll betreuten Ponys wohl, sondern auch zahlreiche Rauchschwalben, die sich den Mainwiesenhof als ihr Sommerdomizil ausgesucht haben. Dies beweisen die mehr als 50 Nester, die sich an die Deckenbalken des geräumigen Stalls schmiegen. Jedes Jahr im Frühling, wenn die Langstreckenzieher aus ihren Überwinterungsquartieren in Afrika an den Main zurückkehren, bereichern die quirligen Flugkünstler das Leben auf dem Mainwiesenhof, berichten die beiden Frauen. Rauchschwalben leben mit uns in Co-Abhängigkeit und haben sich als Kulturfolger über Jahrhunderte an unser Leben angepasst, vor allem in ländlichen Gegenden - in geringerer Zahl auch in den Städten. Illegale Zerstörung ihrer Nester, Insektenschwund durch klimatische Veränderungen und Pestizideinsatz sowie Modernisierung der alten Ställe zu zugigen und zu hellen Offenställen bereiten dieser Art zunehmend Probleme. Auch die illegale Bejagung auf ihren Zugwegen stellt eine große Gefahr für die Vögel dar. Infolge dessen befindet sich die Rauchschwalbe auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten der Roten Liste Bayerns und Deutschlands. Mit der erworbenen Auszeichnung möchten Frau Yüksel und Frau Tschernjawski deshalb darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, diesem Trend entgegenzuwirken und aktiv zum Artenschutz beizutragen. 

 

Stunde der Gartenvögel 2025: Hauptgewinn geht nach Würzburg

Preisübergabe durch Ehrenamtsbeauftragte Marlis Heyer (li.) an Cathrin Rieger (re.) - Bild: Marianne Hohlfeld
Preisübergabe durch Ehrenamtsbeauftragte Marlis Heyer (li.) an Cathrin Rieger (re.) - Bild: Marianne Hohlfeld

Um herauszufinden, welche Vögel sich in Gärten oder Parks beobachten lassen, ruft der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV) zusammen mit seinem bundesweiten Partner NABU traditionell am zweiten Maiwochenende zu seiner Aktion "Stunde der Gartenvögel" auf. An einem der größten Citizen-Science-Projekte Deutschlands, welches bereits seit mehr als 20 Jahren stattfindet, kann sich jeder beteiligen. Während des dreitägigen Aktionszeitraums erfassen die Teilnehmenden in einer frei ausgewählten Stunde die Anzahl aller Vogelarten, die sie in ihrem Garten, vom Balkon aus oder in einem Park beobachten können und übermitteln anschließend die Ergebnisse an den LBV. Die gesammelten Daten werden von Experten und Expertinnen ausgewertet und geben Hinweise darauf, wie sich die Vogelbestände in Deutschland langfristig entwickeln. Dies ist gerade in Zeiten von Umweltveränderungen wichtig, denn auf Grundlage der festgestellten Beobachtungstrends können Arten gezielt geschützt werden.    

 

Mitmachen lohnt sich: Neben den vielen schönen Beobachtungsmomenten in der Natur nimmt jeder Teilnehmer automatisch an der Verlosung wertvoller Preise teil. Besonderes viel Glück hatte in diesem Jahr Cathrin Rieger. Die naturbegeisterte Würzburgerin nahm nach längerer Pause wieder einmal an der Aktion teil und wurde dafür gleich mit dem Hauptpreis des LBVs - ein hochwertiges Swarovski Fernglas – belohnt. Zusätzlich überreichte ihr die Ehrenamtsbeauftragte des LBV Unterfranken - Marlis Heyer - eine einjährige Geschenkmitgliedschaft im LBV. Über diesen "Extra-Gewinn" freute sich Frau Rieger besonders. Von nun an gut ausgestattet, wird sie die Vogelwelt nicht nur vor der Haustür immer gut im Blick behalten können. 

 

Bayern- und bundesweit hatte übrigens in diesem wie auch schon im vergangenen Jahr der Haussperling den Schnabel vorne. Auf Platz zwei und drei folgen Amsel und Star. (Text: Marianne Hohlfeld)

Rückblick: Böttigheimer Schätze

Orchideen, Sommerwurzen und Wacholder

Die Kreisgruppe Würzburg lud Ende Mai zu einer Exkursion an die Trockenhänge bei Böttigheim ein. Unter der Führung von Niels Kölbl wurde zuerst ein Massenvorkommen der Bockriemenzunge bestaunt und ein Blick auf das seltene Sommer-Adonisröschen geworfen, während Baumpieper für akustische Umrahmung sorgten. Nach dem Austausch mit einem Böttichheimer Landwirt, der für die Beweidung der Trockenhänge sorgt, ging es auf die LBV-eigenen Flächen, die erst kürzlich im Rahmen einer Flurneuordnung erweitert werden konnten. Dort konnte zwischen Wacholderbüschen eine große Vielfalt an Orchideen und Sommerwurzen bestaunt werden, etwa pink leuchtende Pyramiden-Hundswurzen, Ohnhorn, Ragwurzen, Amethyst- und Große Sommerwurz. Nun ist die Kreisgruppe neugierig auf die Entwicklung dieses Kleinods in den kommenden Jahren.

 

Bilder: Marlis Heyer

LBV Würzburg aktiv: Unser Jahresprogramm - Veranstaltungen 2025: Natur rund um die Uhr

Spannenden Vorträgen lauschen, in der Flächenpflege aktiv werden, bei Führungen Natur erleben

Jahresprogramm WÜ 2025
aktualisierte Programm-Variante
Jahresprogramm LBV 2025.pdf
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Auf die Flächen, fertig, los!

Kreisgruppe bittet um Unterstützung bei der Flächenpflege

Spaß bei der gemeinsamen Biotoppflege - Oliver Wittig
Spaß bei der gemeinsamen Biotoppflege - Oliver Wittig

Die LBV-Kreisgruppe pflegt zahlreiche Flächen im Landkreis. Dabei geht es vor allem um den Erhalt hochwertiger Streuobst-Lebensräume. Wir haben das eine oder andere Juwel in unserer Obhut und möchten dafür sorgen, dass diese Hotspots der Artenvielfalt auch in den kommenden Jahren erhalten bleiben. Dafür braucht es mal Handarbeit, mal schwereres Gefährt. Die Bäume und die Wiesen werden von uns gepflegt, manchmal auch mit vierbeiniger Unterstützung.

 

Wenn Du Lust hast, an der frischen Luft aktiv zu werden, deine Muskeln sinnvoll einzusetzen und dabei Gutes zu tun, melde dich bei uns und hilf mit!

 

In diesem Jahr geht es los am 7. und 8. Februar in Eisenheim und am 21. und 22. Februar in Böttigheim mit Mahd, Entbuschung und Baumschnitt. Im Sommer wollen wir dann möglichst all unsere Flächen noch einmal mähen. 

 

Möchtest du uns unterstützen? Melde dich hier oder direkt bei unserem 1. Vorsitzenden Niels Kölbl!

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